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Husky Farm  
Veijejaur



Im Leben eines jungen Schlittenhundes kommt der Tag, an dem auch für ihn der Ernst des Lebens beginnt:

Das Training

Wir beginnen im Alter von ca. 7-8 Monaten und lassen die Jungen zusammen mit älteren erfahrenen Hunden einige hundert Meter im Schritttempo ziehen, unterbrochen von kurzen Pausen für Lob und Leckerchen (Pansen, Lachs, Leber…).

Beim nächsten Mal, zwei/drei Tage später, dann schon etwas länger, usw.. Im Alter von einem Jahr ungefähr laufen sie dann schon 20-30km am Schlitten.



Da unser (Steffens) Hauptinteresse den langen Rennen gilt, beginnt die Trainingssaison für die erwachsenen Hunde Anfang August (morgens um vier ist es schon kalt genug), mit 8-10km drei bis vier Mal pro Woche. Langsam steigern wir dann die Distanz, um dann im November ca. fünfmal in der Woche 20-30km (ab und an 40-50) zu trainieren. Die Geschwindigkeit ist ca. 15km/h. Zwischendurch legen wir einige Pausen ein, um den Hunden Wasser zu geben und ihnen das Anhalten/Stillstehen beizubringen, so dass es später am Schlitten, wenn man nur einen kleinen Anker hat um das Gespann festzuhalten, keine Probleme gibt.
Unser Trainingsgerät ist ein ca.300kg schweres Quad (vierrädriges Geländemotorrad), mit guten Bremsen.


Ende November/Anfang Dezember liegt dann ausreichend Schnee, Moore und Seen sind zugefroren, und wir können endlich wieder Schlitten fahren. Auch hier wieder zur Sicherheit kleine Gespanne am Anfang. Die Standardstrecke, die wir dann die meiste Zeit im Winter nutzen, ist ca. 40-50km lang (ändern wir ab und an, damit es den Hunden, und uns, nicht zu langweilig wird). Zwischendurch haben wir einige längere Trainingsläufe mit ca.80-100km, oder mehr mit draußen campieren.
Zu einer guten Rennvorbereitung zählt auch, dass man die Hunde ab und an ins Auto oder den Anhänger einlädt und sich mit anderen Mushern zum Training trifft oder ein kleineres, kurzes Rennen besucht.

Da wir mitten im Wald wohnen, ist es für die jungen Hunde oft das erste Mal dass sie viele Menschen und Hunde auf einer Stelle versammelt sehen. Sie lernen zu überholen, überholt zu werden, entgegenkommende Gespanne zu treffen und noch vieles mehr. Wenn alles nach Plan läuft, hat man dann Anfang Februar ca. 3500 oder mehr Trainingskilometer mit den Hunden zurückgelegt, und alle sind fit für die großen Events der Saison.

Im Anschluss an die Rennsaison haben sich die Hunde eine Pause verdient. Sie liegen faul in der Sonne und spielen im Freilauf.

In den Monaten Mai/Juni/Juli trainieren wir je nach Wetter und Zeit ein-zweimal in der Woche 5-10km, nur um ihrem Bewegungsdrang gerecht zu werden. Andere Alternativen für den Sommer sind schwimmen, das Hamsterrad, freilaufen am Fahrrad oder hinter dem Quad oder mit ein zwei Hunden Pilze oder Beeren sammeln gehen.